Wörgl, 3. Juli 2026 – Mit einem klaren Bekenntnis zur Bedeutung von Naturwissenschaften, Technik und innovativer Bildung eröffnete die neu bestellte Bildungsdirektorin für Tirol, Bettina Ellinger, das MINT-Camp 2026 im KOMMA Wörgl. Mehr als 300 Schülerinnen und Schüler aus den Bezirken Kufstein und Kitzbühel präsentierten dabei ihre Projekte aus dem ESERO-Programm, der offiziellen Bildungsinitiative der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Unter dem Motto „Reise durch den Weltraum“ bildete das Camp den gemeinsamen Abschluss eines Schuljahres voller spannender Weltraumprojekte. „Kinder und Jugendliche sind von Natur aus neugierig. Wenn wir ihnen die Möglichkeit geben, selbst zu experimentieren, zu forschen und Lösungen zu entwickeln, schaffen wir die Grundlage für die Fachkräfte und Innovationen von morgen“, betonte Bildungsdirektorin Bettina Ellinger in ihrer Eröffnungsrede.

Raumfahrt als Schlüssel zur MINT-Bildung

ESERO (European Space Education Resource Office) bringt Raumfahrt in den Unterricht und vermittelt Kindern und Jugendlichen naturwissenschaftliche und technische Inhalte anhand faszinierender Fragestellungen aus der Weltraumforschung. Organisiert wurde das MINT-Camp vom Regionalmanagement KUUSK gemeinsam mit der Bildungsdirektion Tirol, dem ESERO Austria sowie mit Unterstützung des Regionalmanagement Kitzbüheler Alpen und Spar.

Sieben Schulen präsentierten ihre Weltraummissionen

Insgesamt sieben Schulen aus den Bezirken Kufstein und Kitzbühel präsentierten beim MINT-Camp ihre Projekte, die im Rahmen des ESERO-Programms im Laufe des Schuljahres entstanden sind. Jede Schule setzte dabei individuelle Schwerpunkte und zeigte die Vielfalt der Raumfahrt als Zugang zu den MINT-Fächern.

Die Volksschule Scheffau eröffnete die Reise durch den Weltraum mit Einblicken in ihre Projekttage und spannenden Experimenten. Die Volksschule Kufstein Stadt widmete sich gemeinsam mit ESERO Austria unserem Sonnensystem, Satelliten sowie erneuerbaren Energien und ein eigens von den Schülerinnen und Schülern einstudiertes Weltraumlied, mit dem sie ihre Begeisterung für das Thema eindrucksvoll zum Ausdruck brachten.

Die Volksschule Söll nahm erfolgreich an der internationalen Astro-Pi Challenge der Europäischen Weltraumorganisation ESA teil und programmierte Anwendungen für Computer auf der Internationalen Raumstation ISS. Die Europa Mittelschule Wörgl absolvierte das ESA-Programm Mission X – Train like an Astronaut und sammelte dabei gemeinsam mehr als 53.200 Schritte beziehungsweise rund 399 Kilometer auf dem Weg zum Mond.

Die Volksschule Wörgl 1 beschäftigte sich mit dem Alltag von Astronautinnen und Astronauten sowie mit der Frage, welche Pflanzen künftig sogar auf dem Mond angebaut werden könnten. Die Mittelschule Westendorf zeigte weitere kreative Projekte rund um Naturwissenschaft und Technik und verdeutlichte, wie vielfältig MINT-Unterricht gestaltet werden kann. Den Abschluss bildete die Mittelschule Fieberbrunn, die mit spannenden Experimenten und praxisnahen Beiträgen die Bedeutung von Forschung, Teamarbeit und Innovation unterstrich.

Forschergeist ausgezeichnet

Nach den Projektpräsentationen wurden die Schülerinnen und Schüler für ihre kreativen Arbeiten ausgezeichnet. Anschließend führte Barbara Wolfesberger die Kinder auf eine interaktive Reise durch den Weltraum, bevor mit der Verlosung des „Sternenpreises – einer Sternenwanderung “ das MINT-Camp seinen feierlichen Abschluss fand.

Begeisterung für Zukunftstechnologien wecken

„Raumfahrt verbindet auf einzigartige Weise Naturwissenschaften, Technik, Digitalisierung und Kreativität. Genau diese Begeisterung möchten wir bei Kindern wecken und ihnen zeigen, wie spannend Forschung sein kann“, betont Melanie Steinbacher, Geschäftsführerin des Regionalmanagements KUUSK.

Mit dem MINT-Camp fand ein erfolgreiches ESERO-Schuljahr seinen Abschluss. Die Bildungsinitiative der Europäischen Weltraumorganisation ESA zeigt eindrucksvoll, wie Raumfahrt als Brücke dienen kann, um junge Menschen nachhaltig für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und ihnen neue Perspektiven für ihre Zukunft zu eröffnen.

Das LEADER-Projekt Aufbau MINT-Region wird durch Bund, Land Tirol und die Europäische Union gefördert.