Traditionen aus der eigenen Kindheit lassen die Augen der Bewohner im Sozialzentrum Kössen-Schwendt und des Betreuten Wohnens immer wieder aufleuchten. Gespräche über Vergangenes folgen oft wie von selbst, und Erinnerungen werden zum Balsam für die Seele. Besonders in der Weihnachtszeit erwachen diese Erinnerungen. Entsprechend sehnsüchtig wurden die Sternsinger und Anklöpfler erwartet und die Freude war groß, als es endlich soweit war. Gabi, Angelika und Susi zogen als Anklöpfler ins Haus. Die Sternsinger brachten dem Haus Weihrauch mit und ließen ihre Lieder erklingen. Bei Kaffee, Kuchen, Keksen und Mandarinen wurde die Feier traditionell begangen. Wetti und Lisi umrahmten das Fest wie jedes Jahr musikalisch. Pfarrer Rupert Toferer hielt vor der Bescherung eine stimmungsvolle Andacht, danach erklang das Lied „Stille Nacht“. Die beiden Bürgermeister aus Kössen und Schwendt, Reinhold Flörl und Jürgen Kendlinger, brachten den Senioren Geschenke und nahmen sich Zeit für einen gemütlichen Plausch.

 

Junge Besucher im Advent

Gefüllt mit Traditionen war auch die Adventszeit im Sozialzentrum. Die Kinder der Musikschule Kössen kamen etwa zu Besuch und lieferten musikalische Weihnachtsstimmung. „Die Bewohner freuen sich immer ganz besonders auf die Auftritte der großen und kleinen Musiker. Man sieht überall strahlende, entspannte Gesichter, in denen die Freude über die Darbietungen unverkennbar ist“, erzählt Heimleiter Josef Hörfarter. Eine besondere Freude sind zudem die Besuche der Kindergärten. Eines der Highlights in der Vorweihnachtszeit war so auch das Theaterstück samt musikalischer Umrahmung, das die Schwendter Kindergartenkinder im Sozialzentrum aufführten. „Zum Abschluss überreichten die Kinder noch selbstgebackene Kekse an die Senioren, ein Ohren- und Gaumenschmaus in einem“, freut sich Josef Hörfarter. Geprägt von Musik war zudem der Besuch von Peter Landmann und wie jedes Jahr stattete die Jungbauernschaft/Landjugend Kössen dem Haus einen Besuch ab. Mit im Gepäck hatten sie kleine Präsente für jeden Bewohner. Dieses Mal überraschten sie die Senioren mit kleinen Christbäumen, die im Sozialzentrumscafé und auf den Zimmern verteilt wurden. Eine Extraportion Weihnachtsgefühl. Die Freude war natürlich groß, als die jungen Besucher sich auch noch für einen Ratscher im Café Zeit nahmen und mit den Senioren in die Weihnachtszeit eintauchten.

Einen ganz langjährigen Brauch setzte die Volksschule Kössen 2025 fort. Direktor Stefan Wieser brachte im Namen der Kinder selbstgestaltete Weihnachts- und Geburtstagskarten für die Senioren vorbei. Eine Geste, die viel Anklang findet.

 

Musikalische Gustostückerl

Musik und Adventszeit sind eng miteinander verbunden und besonders beliebt bei den Bewohnern. So verwundert es nicht, dass der Besuch der Familie Diechtler und ihre musikalische Umrahmung des adventlichen Nachmittagskaffee auf große Begeisterung stieß. Genauso freuten sie sich über Fred Heandl, der am 4. Adventsonntag mit Weihnachtsliedern den Nachmittag noch stimmungsvoller machte. Die Heilige Messe im Sozialzentrum während der Vorweihnachtszeit wurde von einigen Mitgliedern des Kaiserwinkl Chors gestaltet, ein Highlight für die Bewohner.

Die Andacht und die Vorfreude auf Weihnachten waren jedem anzusehen. Am Heiligen Abend erklangen dank Hans Foidl und Maria Fahringer am Nachmittag noch einmal himmlische Weihnachtslieder. Der harmonische Höhepunkt einer Weihnachtszeit, die so heimelig war wie früher.

 

Kulinarische Geschenke

Süße Kekse und saftige Mandarinen gehören zur Adventszeit einfach dazu, im Sozialzentrum gibt es aber auch andere kulinarische Traditionen, entstanden durch die unterschiedlichsten Geschenke. „Die Familie Reitstätter lieferte 2025 wieder drei große Stück Klotzenbrot ans Sozialzentrum. Als wir das Klotzenbrot als Überraschung zum Frühstück servierten, war die Freude riesig“, erzählt Josef Hörfarter. Die Jägerschaft Kössen spendete den Bewohnern würzige Hirschwürstel, die ebenfalls sehr großen Anklang fanden. Sofort entwickelten sich Gespräche über die Jagerei und wie das alles früher war. Weihnachtsgeschenke gab es wie schon seit langem von den Töchter der Bewohnerin Leni Dagn für alle Mitarbeiter. Die Schwestern Anna und Angelika hatten wunderschöne Bienenwachskerzen im Glas gebastelt. „Danke, wir haben uns alle sehr darüber gefreut“, so Josef Hörfarter, der noch ein herzliches Danke ausspricht. „Jedem Einzelnen möchte ich an dieser Stelle im Namen der Bewohner des Sozialzentrums und des Betreuten Wohnens noch einmal danken. Ihr alle habt die Adventzeit in eine unglaublich schöne, besinnliche, freudvolle und genussreiche Zeit verwandelt. Vergelts Gott!“