In Kössen wurde Ende August von Imker Anton Vikoler eine asiatische Hornisse entdeckt. Das auffällige Insekt ist für die heimische Biodiversität eine große Gefahr. Vor allem Honig- und Wildbienen leiden unter der asiatischen Hornisse.
Im Spätsommer bzw. Frühherbst leben bis zu 2.000 asiatische Hornissen in einem Nest. An einem Tag können sie Hunderte Honigbienen erbeuten. Hochgerechnet fangen sie in einer Saison bis zu elf Kilo Insekten. „Daher wurde nach der Meldung an die zuständigen Behörden eine intensive Suche nach dem Hornissennest eingeleitet. Nach mehreren Tagen konnte das Nest im Bereich des Moserbergs hoch oben in einem Baum ausgemacht werden“, so Umweltbeauftragte Yvonne Haunholter. Harald Wiedemann aus Baden-Württemberg, der sich seit Jahren mit der Bekämpfung und Entfernung von Nestern der asiatischen Hornisse beschäftigt, reiste extra an, um eine nachhaltige und umweltschonende Entfernung zu gewährleisten. Österreichweit kam in Kössen dabei erstmals das neuartige Verfahren „velutina Steam Ex“ zum Einsatz. Dabei wird das Nest über ein Rohrsystem mit heißem Dampf behandelt. Arbeiterinnen, die zum Nest zurückkehren, werden über dieses Rohrsystem im Anschluss abgesaugt.
Yvonne Haunholter,
Umweltbeauftragte


