Ein klares Zeichen für eine würdevolle Begleitung am Lebensende setzt das Sozialzentrum Kössen/Schwendt mit dem am 3. März offiziell gestarteten Projekt „Hospizkultur und Palliative Care im Pflegeheim“, kurz HPCPH. „Wir wollen damit die Kultur des würdevollen Lebens, Sterbens und Abschiednehmens im Haus noch stärker fördern und damit Bewohner, Angehörige sowie unsere Mitarbeiter in dieser sensiblen Phase unterstützen“, erklärt Heimleiter Josef Hörfarter, der gemeinsam mit Pflegedienstleiterin Doris Hautz alle Gäste der Auftaktveranstaltung herzlich begrüßte. Bürgermeister Reinhold Flörl freut sich, wie er im Rahmen der Veranstaltung betonte, über die Umsetzung dieses Projekts. „Gerade in der letzten Lebensphase braucht es eine professionelle und gleichzeitig menschlich geprägte Begleitung. Ich danke dem gesamten Team jetzt schon für das Engagement.“ Die Projektbegleiterinnen Sylvia Jöbstl und Barbara Kleissl von der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft informierten im Zuge der Veranstaltung über die Inhalte und Ziele des Projekts. Dazu überreichten sie als Zeichen der Verbundenheit und gegenseitigen Unterstützung vom Pflegewohnheim Matrei im Wipptal ein Staffelholz mitsamt Botschaft sowie eine Hauswurz. Das Pflegewohnheim Matrei im Wipptal hat das Projekt kürzlich erfolgreich abgeschlossen. Musikalisch umrahmt wurde die Auftaktveranstaltung mit Harfenklängen von Maria Ritter. Das achtköpfige, bereits fixierte Projektteam führte informativ durch den Nachmittag.
Die beiden Mitarbeiterinnen Sabine Mavic (DGKP) und Sonja Kalkschmid (FSB-A) sind die Palliativbeauftragten des Sozialzentrums. Miteinbezogen in die Auseinandersetzung mit Hospizkultur und Palliative Care werden die Mitarbeiter aller Berufsgruppen im Haus. Schulungen und Workshops insbesondere in der Entwicklung gemeinsamer Haltungen, Strukturen und Abläufe sind geplant. Die Projektdauer beläuft sich auf zwei Jahre. Zahlreiche Interessierte nahmen an der Auftaktveranstaltung teil. Darunter Mitarbeiter des Sozialsprengels Kössen-Schwendt, Sigrid Wörgötter von der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, Silvia Hirner, stellvertretende Direktorin der Pflegeschule St. Johann, die Kössener Hausärzte Dr. Katharina Jörg und Dr. Felix Heyenbrock sowie Vertreter der Bestattungsunternehmen Hüttner und Sturm & Huber. Auch zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter des Hauses, Mitarbeiter des Sozialzentrums aus Pflege und Wirtschaft sowie Bewohner und Angehörige waren dabei.
In Tirol sind derzeit 21 Einrichtungen im laufenden Prozess oder haben ihn bereits abgeschlossen.
Valentinstag mit Herz
Traditionell wurde Kössens Bürgermeister Reinhold Flörl am Valentinstag wieder zum Blumenkavalier für die Bewohner des Sozialzentrums, des Betreuten Wohnens und die Mitarbeiter des Hauses. „Reinhold überreichte jedem eine wunderschöne Tulpe und brachte so eine bunte Frühlingsstimmung ins Haus. Vielen Dank für deine Zeit und diese blumige Geste, die uns alle schon seit Jahren erfreut“, so Josef Hörfarter, der auch allen anderen Spendern dankt. So brachten Anita, Sonja und Benno Götz Faschingskrapfen vorbei und die Familien Planer und Dürnberger versorgten das Sozialzentrum mit Palmkätzchen. Genauso erhielt das Haus für die Senioren Puzzles und Spiel sowie Osterdekoration. Ein herzliches Danke sagt Josef Hörfarter im Namen aller auch für die Kuchen- und Geldspenden, die das Haus das ganze Jahr hindurch immer wieder erreichen.





