
Ein Wochenende ganz im Zeichen der Schmugglertradition: Mit der Schmugglerwanderung am Freitag und dem traditionellen Kaiserwinkl Schmugglerfest am Samstag wurde auch heuer wieder ein besonderes Stück regionaler Geschichte lebendig. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher erlebten bei herrlichem Herbstwetter eine gelungene Mischung aus Brauchtum, Unterhaltung und kulinarischen Genüssen.
Den Auftakt bildete am Freitag die traditionelle Schmugglerwanderung, bei der sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Spuren jener Menschen begaben, die einst Waren über die grüne Grenze zwischen Tirol und Bayern transportierten. Dabei wurde deutlich, dass das Schmuggeln früher keineswegs nur ein aufregendes Abenteuer war. Vielmehr stellte es für viele Familien eine wichtige Möglichkeit dar, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Die Geschichten rund um die einstigen Schmuggler, ihre einfallsreichen Methoden und die besonderen Herausforderungen entlang der Grenze machten die Wanderung zu einem ebenso unterhaltsamen wie informativen Erlebnis.
Am Samstag verlagerte sich das Geschehen auf den Dorfplatz in Kössen, der sich bei strahlendem Kaiserwetter in einen lebendigen Treffpunkt für Einheimische und Gäste verwandelte. Das traditionelle Kaiserwinkl Schmugglerfest lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus nah und fern an und bot beste Voraussetzungen für einen gemütlichen Nachmittag voller Musik, regionaler Köstlichkeiten und interessanter Einblicke in die Schmugglergeschichte.
Offiziell eröffnet wurde das Fest mit dem traditionellen Bieranstich, der heuer von der Kössener Vizebürgermeisterin Marissa Dünser vorgenommen wurde. TVB-Obmann Hans Knoll begrüßte die zahlreichen Gäste und freute sich über das große Interesse an der Veranstaltung, die das geschichtliche Erbe der Grenzregion auf ebenso charmante wie unterhaltsame Weise vermittelt.
Dass das Schmuggeln über Jahrzehnte hinweg zum Alltag vieler Menschen im Grenzgebiet zwischen dem Kaiserwinkl und Bayern gehörte, wurde beim Fest auf vielfältige Weise erlebbar. Mit Geschick, Mut und einer gehörigen Portion Einfallsreichtum versuchten die damaligen Schmuggler, ihre Waren möglichst unentdeckt über die Grenze zu bringen. Allerhand Wissenswertes und humorvolle Geschichten rund um diese Zeit sorgten auch heuer wieder für Gesprächsstoff und so manches Schmunzeln.
Bei Musik, guter Stimmung und kulinarischen Schmankerln vergingen die Stunden am Kössener Dorfplatz wie im Flug. Einmal mehr zeigte sich, wie lebendig regionale Geschichte sein kann, wenn Tradition und Geselligkeit aufeinandertreffen.
Das Schmugglerwochenende war damit nicht nur eine gelungene Veranstaltung für Einheimische und Gäste, sondern auch ein schöner Beitrag zur Pflege und Weitergabe eines besonderen Stücks Kaiserwinkler Geschichte. Dadurch ist es mittlerweile fixer Bestandteil im Veranstaltungskalender der Region. Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden




